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Steillagenweinbau in Brauneberg

Als Steillagenweinbau bezeichnet man den Weinbau in extremen Hanglagen, die keine Bewirtschaftung in Falllinie mit radgetriebenen Traktoren zulassen.

Bewirtschaftung von Steillagen

Je nach Bodenart liegt die Grenze der Direktzugfähigkeit zwischen 45 % bis 55 % Hangneigung. Die Bewirtschaftung in Falllinie erfolgt entweder mit Seilzug (Sitzpflug) oder neuerdings mit speziellen Raupenfahrzeugen. Alle wesentlichen Pflegearbeiten wie Bodenbearbeitung, Pflanzenschutz, Düngung, Laubschnitt, Traubentransport und chemische Unkrautbekämpfung lassen sich so mechanisieren. Die Traubenlese erfolgt jedoch weiterhin von Hand, an der Entwicklung eines seilgezogenen Vollernters wird derzeit gearbeitet.

Sind die Parzellen durch Zwischenmauern unterbrochen, erfolgt die Bewirtschaftung in reiner Handarbeit. Lediglich Material- und Personentransport kann über Einschienen-Zahnradbahnen (Monorack) erfolgen. Der Pflanzenschutz wird in zusammenhängenden Flächen mit Hubschraubern durchgeführt. Spezielle Behandlungen erfolgen vom Boden meist über Schlauchspritzung, in Kleinbetrieben auch noch mit Motorrückenspritzen.

Traditionell werden vielfach sehr arbeitsaufwändige Erziehungssysteme angewandt. An der Mosel, Ahr und im Wallis sind dies Einzelstockerziehungen am Pfahl, wie die Moselpfahlerziehung.

An der Mosel herrscht überwiegend Steillagenweinbau vor.